Artikelverzeichnis Nr.5, Oktober 2008
Cannabispolitik
AutorIn Titel Lead
S.
ROLAND SIMON, BRENDAN HUGHES,
DANICA KLEMPOVACannabiskonsum in der EU –
Ein ÜberblickAuf der Grundlage der Informationen der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht EBDD wird Ausmass und Umfeld des Cannabiskonsums in Europa betrachtet. Daneben wird eine Übersicht über die politischen Massnahmen gegeben, die hierzu auf nationaler und internationaler Ebene getroffen wurden. Rechtlichen Aspekten wird dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
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MARKUS THEUNERT
Cannabispolitik: eine unendliche Geschichte ? !
Die Schweizer Cannabis Politik verwaltet den Graben zwischen Gesetzesbuchstabe und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Alle Versuche, ihn zuzuschütten, sind bisher gescheitert ; die fachliche Position ist parlamentarisch nicht mehrheitsfähig. Mit der Abstimmung über die « HanfInitiative » gibt jetzt erstmals die Stimmbevölkerung ihr Votum ab. Dieser Artikel zeichnet anhand des Wandels der bundesrätlichen Haltungen die neuere Geschichte der Cannabis- Debatten nach.
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URSULA WYSS
Ja zur Hanfinitiative
Cannabis sollte entsprechend seiner wissenschaftlich erwiesenen Gefährlichkeit transparent reguliert werden. Klare Regeln und bessere Kontrollen sorgen für mehr Jugendschutz und weniger Kriminalität.
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ANDREA GEISSBÜHLER
Nein zur Hanfinitiative
Die liberale Drogenpolitik und die Verharmlosung des Cannabiskonsums in der Schweiz müssen gestoppt und dürfen nicht mit dem neuen Hanfgesetz legalisiert werden. Denn bereits heute wird in der Schweiz so viel Cannabis « konsumiert » wie in kaum einem anderen Land Europas.
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PETRA BAUMBERGER Braucht die Jugend Schutz?
Die Antwort lautet: « Ja. » – diesbezüglich sind sich Politik, Fachwelt und Öffentlichkeit einig. Bei der Frage aber, welchen Schutz die Jugend braucht, gehen die Meinungen weit auseinander. Das ist auch im Hinblick auf die « Hanfinitiative » problematisch. 19 BÉATRICE ANNAHEIM
HERMANN FAHRENKRUGCannabiskonsum in der Schweiz :
leicht rückläufige TendenzenErgebnisse zu Verbreitung, Konsummustern und Problemkonsum von Drogenhanf aus dem Schweizer Cannabismonitoring, 2004-2007. 21 RUDOLF STOHLER Gesundheitliche Auswirkungen
von Cannabisgebrauch und
-missbrauchTrotz zunehmender Forschungen und Publikationen halten sich einige « Cannabismythen » weiterhin hartnäckig in der Öffentlichkeit und zum Teil auch in der Fachwelt. Einige dieser Mythen, Schädigungen durch Cannabisgebrauch und -Missbrauch betreffend, sollen im Sinne einer zeitgemässen (Neu)beurteilung aktuellen Forschungsergebnissen und methodischen Überlegungen gegenübergestellt werden. 24 SHERON BAUMANN Effizienz und Kosten der Cannabisrepression in der Schweizt
Die Cannabisrepression in der Schweiz kostet jedes Jahr über 500 Millionen Franken. Die öffentlichen Mittel werden jedoch ineffizient eingesetzt und die Repression, welche das Angebot eigentlich bekämpfen soll, hat keinen entsprechenden Einfluss auf den Cannabiskonsum. 27 BERND WERSE
Cannabis in Jugendkulturen
Cannabis ist die am weitesten verbreitete illegale Droge. Neben dieser materiellen Präsenz tritt der Konsum von Cannabis in Jugendkulturen nicht weniger häufig in Form von vielfältigen symbolischen Repräsentationen und Funktionen in Erscheinung.
31 UELI SIMMEL Elchtest für die schweizerische
Drogenpolitik.Eigentlich paradox: die Schweiz formulierte vor 20 Jahren eine – auch international viel beachtete – Suchtpolitik, die erfolgreich in der Praxis umgesetzt wurde. Eine gesetzliche Grundlage für das 4-Säulen-Modell besteht aber bis heute nicht. Die Gesetzesrevision soll das endlich ändern. 39