Cover Suchtmagazin Nr. 2&3|2017

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Tamara Janes

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2&3|2017

Suchthilfe im deutschsprachigen Raum

Suchthilfe in Deutschland

Gabriele Bartsch

Vielfältige Einflüsse haben das heute in Deutschland bestehende Suchthilfesystem geprägt. Beratung und Behandlung orientieren sich am bio-psychosozialen Modell und sind qualitativ hochwertig. Wird der Hilfebedarf jedoch komplex, behindern Schnittstellenprobleme eine optimale Versorgung. Auf der suchtpolitischen Seite fehlen zukunftsweisende Strategien, die sich an den Menschenrechten orientieren und Fach- und Sachargumente höher bewerten als Meinungen und Ideologien.

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Geschichte, aktuelle Gestaltung und Perspektiven

Irmgard Eisenbach-Stangl, Artur Schroers

Vielfältige Einflüsse haben das heute in Deutschland bestehende Suchthilfesystem geprägt. Beratung und Behandlung orientieren sich am bio-psychosozialen Modell und sind qualitativ hochwertig. Wird der Hilfebedarf jedoch komplex, behindern Schnittstellenprobleme eine optimale Versorgung. Auf der suchtpolitischen Seite fehlen zukunftsweisende Strategien, die sich an den Menschenrechten orientieren und Fach- und Sachargumente höher bewerten als Meinungen und Ideologien.

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Suchthilfe in der Schweiz: gestern, heute und morgen

Petra Baumberger, Stefanie Knocks

Die Suchthilfe der Schweiz präsentiert sich heute als gut funktionierendes und hochspezialisiertes System. Sie ist aber trotzdem nicht frei von Herausforderungen: Sucht ist in Politik und Öffentlichkeit kein prominentes Thema mehr, Sicherung der Finanzierung der Suchthilfe ist ein wiederkehrendes Thema, und die interdisziplinäre Zusammenarbeit birgt Optimierungspotenzial. Es wird sich zeigen, ob es Politik, Behörden, Fachorganisationen und -verbänden gelingen wird, das System zum Wohl der KlientInnen und PatientInnen weiterzuentwickeln.

  • Suchthilfe
  • Suchtpolitik
  • Schweiz

Suchthilfesysteme im Vergleich

Gespräch mit Gabriele Bartsch, Petra Baumberger, Artur Schroers

Grundlage der Suchtpolitiken in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist eine Vier-Säulen-Politik. Aufgrund historischer Entwicklungen, struktureller, finanzieller und politischer Gegebenheiten bestehen aber Unterschiede. Diese betreffen z. B. die Einbindung der Schadensminderung und der Selbsthilfe, die Organisation und Stellung von Suchtfachverbänden, die Durchlässigkeit und Kooperation der verschiedenen Suchthilfebereiche untereinander und mit angrenzenden Bereichen oder die politische Bedeutung der Suchtproblematik. Herausforderungen für alle drei Länder sind die Versorgung von Konsumierenden bzw. Suchtbetroffenen im Justizvollzug, fehlende Angebote für ältere Abhängige oder die Cannabisregulierung, wo eine länderübergreifende Kooperation wertvoll wäre.

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  • Deutschland

Die Suchtstrategien von Österreich und der Schweiz

Astrid Wüthrich, Alfred Uhl

Im November 2015 verabschiedete der Schweizerische Bundesrat die «Nationale Strategie Sucht», die sich dadurch auszeichnet, dass nicht mehr zwischen illegalen und legalen Substanzen oder Verhaltenssüchten unterschieden wird. Beinahe zeitgleich, im Dezember 2015, verabschiedete die österreichische Regierung die «Österreichische Suchtpräventionsstrategie», die sich für einen diversifizierten, an die Klientel angepassten Behandlungsansatz ausspricht und der Schadensbegrenzung einen hohen Stellenwert zuweist. In ihrem Anspruch sind die beiden Strategien ähnlich: Beide geben einen Orientierungsrahmen für die AkteurInnen in Kantonen bzw. Ländern und Gemeinden und für die Fachleute im Feld, der sowohl auf Prävention als auch auf Behandlung fokussiert, von den Kooperationspartnern mitgetragen wird und alle Suchtformen einschliesst.

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  • Österreich

Cannabisregulierung in den deutschsprachigen Ländern

Marion Weigl, Peter Raiser, Marc Marthaler

In den deutschsprachigen Ländern Europas ist Cannabis nach wie vor verboten. Zwar beeinflussen die internationalen Entwicklungen der Cannabispolitik auch die Debatten in Deutschland, Österreich und der Schweiz und es ist eine Entwicklung hin zu vereinfachten strafrechtlichen Verfahren für den Konsum von Cannabis erkennbar, aber eine vertiefte Auseinandersetzung mit Alternativen zur Verbotspolitik findet in allen drei Ländern hauptsächlich in Fachkreisen statt.

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  • Cannabis

Nightlife-Prävention im deutschsprachigen Raum

Alexander Bücheli, Manuel Hochenegger, Sonia Nunes, Dirk Grimm

Der Vergleich dreier Nightlife-Präventionsangebote aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt, dass es neben den projekt- und länderspezifischen Eigenheiten zwischen MINDZONE, MDA basecamp und Safer Dance Swiss viele Gemeinsamkeiten gibt. Alle drei Nightlife-Präventionsangebote sind sowohl in der Prävention als auch in der Schadensminderung tätig und setzen auf einen lebensweltorientierten, mobilen und aufsuchenden Ansatz. Damit gelingt es, eine drogenaffine Zielgruppe zu erreichen.

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Substitutionsbehandlung in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Thilo Beck, Alfred Springer, Hans-Günter Meyer-Thompson

Anfangs der 1970er-Jahre begann sich in Europa die Heroinepidemie auszubreiten. Die Entwicklung breit angelegter Behandlungsangebote mit Opiatagonisten als Antwort auf diese Herausforderung gestaltete sich in den drei Nachbarländern entsprechend der verschiedenen politisch/rechtlichen Rahmenbedingungen und dem ungleichen Problemdruck unterschiedlich. Auch heute noch sind internationale und regionale Unterschiede in der Versorgung festzustellen, die fachliche Koordination über die Grenzen hinweg ist wenig ausgeprägt.

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  • Abhängigkeit
  • Heroin
  • Substitution

Drogenerwerb in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Gerrit Kamphausen, Bernd Werse

In diesem Beitrag werden die Ergebnisse einer Online-Befragung von Konsumentinnen und Konsumenten zum Thema Drogenerwerb und «Social Supply» zusammengefasst. Freunde und Bekannte werden am häufigsten als Bezugsquellen genannt, gefolgt von Privatdealern. Die meisten deutschsprachigen TeilnehmerInnen versorgen sich demnach über soziale Vertriebswege mit Drogen zum Eigenverbrauch. Daraus ergibt sich, dass die Strafverfolgung der unteren Handelsebenen nicht effektiv ist.

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  • Drogenkonsum
  • Social Supply

     Fazit. ForschungsSpiegel von Sucht Schweiz

Alkoholwerbung: Strategien und Wirkung

Marc Marthaler

Werbung für alkoholische Getränke ist insbesondere aus der Sicht des Jugendschutzes ein brisantes Thema. Eine lange Liste an Forschungsarbeiten belegt einen Zusammenhang zwischen Alkoholmarketing und -konsum und dies insbesondere bei jungen Menschen. Mit der Verbreitung solcher Werbung im Internet erwachsen für Regulierungsbehörden und die Prävention gänzlich neue Herausforderungen. Zwei kürzlich in der Fachzeitschrift «Addiction» erschienene Reviews beleuchten dieses Problem und bestätigen frühere Befunde: Alkoholmarketing ist in der Tat wirksam und dies auch bei jüngeren Menschen und das Internet spielt diesbezüglich eine ganz besondere Rolle.

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