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Gabi Vogt

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1|2012

Angehörige

Angehörige und Sucht: Zeit für einen Perspektivenwechsel

Charlotte Kläusler-Senn, Rudolf Stohler

Lange dominierte eine negative Sichtweise gegenüber erwachsenen Angehörigen suchtkranker Menschen. PartnerInnen und Eltern wurde zumindest implizit die Schuld an der Sucht zugeschrieben, Verständnis und Respekt für ihre schwierige Situation fehlten oft. Neuere Konzepte sehen Angehörige als «hilfebedürftig, aber nicht per se krank» an. Freunde und Bekannte, Selbsthilfegruppen aber auch eine breite Palette von professionellen Angeboten können und sollen Angehörige bei der Bewältigung dieser Aufgabe unterstützen. Der bislang verbreitete Ratschlag «loszulassen» wird als pauschales Behandlungsziel in Frage gestellt. Stattdessen sollen Angehörige gestärkt werden, um zu selbstbestimmten Entscheiden zu kommen.

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Familiäre Einflüsse auf Entstehung und Verlauf von Suchterkrankungen

Rainer Thomasius, Sonja Bröning

«Familie und Sucht» – mit diesem Zusammenhang beschäftigt sich die Forschung zur Entstehung, Prävention und Behandlung von Suchterkrankungen in zunehmendem Masse. In der Vielzahl von Einflüssen auf die Entstehung einer Suchterkrankung spielt die Familie eine wichtige Rolle: Eltern haben durch ihr Verhalten einen Einfluss darauf, ob Jugendliche Probleme mit Alkohol oder Drogen haben. Familienangehörige können auch den Behandlungserfolg bei substanzbezogenen Störungen massgeblich beeinflussen. Sie sollten darum in die Therapie mit einbezogen werden.

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Angehörigen-Selbsthilfe und Co-Abhängigkeit

Lea Ruckstuhl

Die Al-Anon Familiengruppen bilden die grösste, weltweit verbreitete Selbsthilfeorganisation für Angehörige von AlkoholikerInnen. Ihr systemisches Verständnis von Alkoholismus prägte u. a. auch die Fachliteratur, wo die Rolle der Angehörigen im Rahmen der Suchterkrankung in der Folge kontrovers diskutiert wurde. Eng verbunden mit der Angehörigen-Selbsthilfe ist deshalb das Konzept der Co-Abhängigkeit.

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Die Stigmatisierung Angehöriger von SuchtpatientInnen

Wim Nieuwenboom

Angehörige von Menschen mit einer Suchtkrankheit erleben als Mitbetroffene Stigmatisierungen vieler Art. Für ein besseres Verständnis ist es notwendig, vermehrt die für diese Zielgruppe spezifischen Stigmatisierungen anzusprechen. Es handelt sich dabei nicht nur um individuelle Probleme der Angehörigen, sondern die Bearbeitung und Vorbeugung von Stigmatisierungsprozessen soll vor allem in der Öffentlichkeit und bei Fachleuten vorangetrieben werden.

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«Meine Frau und ich erlebten die Hölle auf Erden». Interview mit Josef Baumgartner

Charlotte Kläusler-Senn

Josef Baumgartner ist selbst Vater eines drogenabhängigen Sohnes und Präsident des Verbands der Eltern und Angehörigenvereinigung Drogenabhängiger VEVDAJ. Aus eigener Erfahrung weiss er, dass Angehörige Drogenabhängiger massiven Belastungen ausgesetzt sind und leiden. Der VEVDAJ setzt sich dafür ein, dass Angehörige nicht mit Schuldzuweisungen belastet und marginalisiert werden. Neben Selbsthilfegruppen brauchen sie Fachleute, die ihnen unvoreingenommen begegnen und ihre Sorgen und Ängste Ernst nehmen.

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Professionalisierung der Angehörigen-Selbsthilfe

Denise Suhner, Thilo Beck

Die Angehörigenvereinigung Drogenabhängiger Zürich ada-zh führt als einzige Vereinigung in der Schweiz eine professionelle Beratungsstelle für Angehörige. Seit vier Jahren besteht eine strukturierte Zusammenarbeit mit den Zentren für Suchtmedizin der Arud. Die Erfahrungen dieser interdisziplinären Kooperation sind positiv, ein weiterer Ausbau ist vorgesehen. Sowohl für Angehörige als auch für Personen mit Substanzstörungen werden Beratungs- und Behandlungsangebote komplettiert und besser zugänglich.

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Das «Community Reinforcement and Family Training» CRAFT

Gallus Bischof

Unter der Bezeichnung «Community Reinforcement and Family Training» CRAFT wurde eine nicht-konfrontative Strategie für Angehörige von Suchtkranken entwickelt, die neben einer Verbesserung der Lebensqualität Angehöriger darauf abzielt, durch systematisches Coaching der Angehörigen die Behandlungsbereitschaft einer zunächst an der Behandlung nichtteilnehmenden suchtkranken Person zu erhöhen. Dabei werden motivationale Strategien und behaviorale Interventionen kombiniert eingesetzt.

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Angehörigenarbeit bei Glücksspielsucht

Olivier Simon, Neil Ewering, Maude Waelchli, Antonella Luongo, Inga Marmaïté, Marianne Tille, Coralie Zumwald

Das Zentrum für Glücksspielsucht in Lausanne bindet in der Behandlung von Spielsüchtigen die Angehörigen zur Verbesserung des Behandlungsengagements und als Ressource bei der Betreuung ein, bietet aber auch Einzelbehandlungen für Angehörige an. Die zehnjährige Erfahrung zeigt die Notwendigkeit weiterer spezifischer Forschung und Weiterbildung wie auch zusätzlicher Hilfsangebote für Angehörige auf.

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Angehörigenarbeit in der stationären Behandlung von Alkoholabhängigen

Sonja Stutz, Katrin Schläfli, Peter Eggli, Monika Ridinger

Welche Angebote bieten Suchtfachkliniken den Angehörigen während der stationären Behandlung der Betroffenen an und wie werden diese genutzt? Befunde einer Untersuchung in verschiedenen Suchtfachkliniken der deutschen Schweiz geben Hinweise auf diese Frage. Neben dem Wunsch nach mehr Einbezug in die Therapie äusserten LebenspartnerInnen insbesondere ihre Bedürfnisse nach individuellen Informationen zu verschiedenen Aspekten der Alkoholerkrankung.

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Angebote des Anton-Proksch-Instituts für Angehörige

Elisabeth D. Schmidt, Ingrid Trabe

Suchterkrankungen betreffen nie die Suchtkranken alleine, Angehörige sind immer mit betroffen und nehmen auch Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung, sodass therapeutische Angebote für Angehörige in Suchtbehandlungseinrichtungen Standard sein sollten. Das Anton-Proksch-Institut hat ein umfassendes Angehörigenbetreuungsprogramm entwickelt, das im Folgenden vorgestellt werden soll. Dabei wird speziell auf eine Gruppe für erwachsene Kinder von Alkoholkranken eingegangen.

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Wie gehen Mütter mit der Drogenabhängigkeit ihrer Söhne um?

Lea Ruckstuhl, Romana Candrian

Die Drogenabhängigkeit eines Sohnes oder einer Tochter stellt eine grosse Belastung für betroffene Eltern dar. In einer qualitativen Studie wurden Mütter von heroin- und kokainabhängigen Söhnen befragt, wie sie mit diesen Belastungen umgehen.

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